THW stellt zweite Brücke an der Ahr fertig


Ahrweiler/Stuttgart (ots/pro) – Das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat
viele Brücken an der Ahr zerstört. Das Technische Hilfswerk (THW) ist seit dem
unter anderem mit dem Wiederaufbau von Brücken beschäftigt, um diesen Teil der wichtigen Infrastruktur wiederherzustellen. Bereits letzte Woche wurde eine Brücke in Bad Neuenahr eröffnet, die nächste wurde am Sonntagabend in Dernau für die Öffentlichkeit freigegeben. Insgesamt sieben weitere plant das THW in den betroffenen Orten des Ahrtals zu errichten.

In nur etwa 30 Stunden Bauzeit bewegten rund 20 THW-Einsatzkräfte, unter anderem aus den Ortsverbänden Heilbronn, Künzelsau, Pfedelbach und Wertheim, 34 Tonnen Material und errichteten eine 25 Meter lange Behelfsbrücke in Dernau. Deutlich vor dem Zeitplan hatte die neue Brücke am Sonntagabend ihre endgültige Position erreicht und wurde im Anschluss für die Bevölkerung freigegeben. Einsatzleiter
Gunnar Kreidl zeigte sich beeindruckt, „Hat mal etwas gefehlt oder wurde kurzfristig etwas benötigt, was nicht verfügbar war, waren öffentliche Firmen oder die Gemeinde sofort zur Stelle und unterstützten uns tatkräftig.“ Vor Ort zeigte sich auch die Dankbarkeit der Bevölkerung. Kreidl: „Immer wieder kamen Bürgerinnen und Bürger vorbei und brachten den ehrenamtlichen THW-Kräften kleine Stärkungen.“

Unterstützt wurden die baden-Württembergischen THW-Kräfte zudem von den THW-Ortsverbänden Neustadt (Weinstraße), Freising, Bremen-Süd, Bremen-Ost und Dachau. Ermöglicht wird dies durch die bundesweit einheitliche Ausbildung und
Ausstattung des Technischen Hilfswerks.

Die Aufräumarbeiten am Flusslauf der Ahr laufen weiter – hier eine Stelle kurz vor der Ortschaft Müsch unweit vom besonders stark betroffenen Schuld im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. (Foto: Bernhard Romanowski)


Für den Brückenbau wird vor allen Dingen ein befestigtes Ufer benötigt, welches an der Ahr in weiten Teilen durch die Flut zerstört wurde. Dieses muss nun wieder aufgeschüttet werden, um für die Behelfsbrücken und das schwerer Baugerät eine festen Untergrund zu schaffen. Die Fachgruppen Brückenbau des THW, in
Baden-Württemberg in den Ortsverbänden Pfedelbach und Müllheim beheimatet, arbeiten trotz all dieser Hindernisse daran, so schnell wie möglich Übergänge herzustellen, die einen wichtigen Teil der Infrastruktur darstellen.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.





Bau einer Behelfsbrücke in Dernau. Foto: THW/ Lara Kretzschmar

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