Die Toskana der Eifel

Alendorf

Warum in die Ferne schweifen, wenn… man das mediterrane Lebensgefühl, das viele Urlauber so schätzen, quasi auch vor der Haustür genießen kann. Auf die Schafherde bin ich kürzlich an der Landstraße gestoßen, die vom Lampertstal hinauf nach Dollendorf (Gemeinde Blankenheim, NRW) führt.

Es war ein sehr heißer Tag und alles andere als spaßig, im Auto unterwegs zu sein. Da ich aber beruflich in der Südeifel zu tun hatte, musste die Klimaanlage orgeln, was sie hergab. Fürs Schäfchenzählen war es eigentlich noch zu früh am Tage.

Eifeler Schafherde

Schafherde im Lampertstal

Aber das Motiv habe ich mir selbstverständlich nicht entgehen lassen. Da ich zum Teil gegen die Sonne knipsen musste, waren Reflexionen des frühen Abendlichts in den Fotos kaum zu vermeiden. Aber das  verleiht den Bildern ihren ganz eigenen authentischen Charme, finde ich.

Es soll ja Leute geben, die solche Reflexionsmuster nachträglich bei der Bildbebearbeitung einfügen. Nichts für mich, wie bereits in einem Beitrag zuvor gesagt habe. Hochbearbeitete Fotos haben ihren eigenen Reiz und ihre eigene Berechtigung. Ich bevorzuge eher Schnappschüsse, weil sie den Betrachtern das Gefühl vermitteln, live dabei zu sein und sie anspornen, selber auch solche Bilder zu machen, ohne dass einem das Mitschleppen einer aufwändigen und teuren Profi-Ausrüstung den Spaß an der Fotografie verleidet (von den Kosten mal ganz abgesehen).

Alendorf

Alendorf liegt in der Gemeinde Blankenheim (NRW) an der Grenze zu Rheinland-Pfalz.

Das Naturschutzgebiet „Lampertstal und Alendorfer Kalktriften“ an der Grenze zu Rheinland-Pfalz hat sich im Übrigen zu einem der bedeutendsten Schutzgebiete in Nordrhein-Westfalen entwickelt hat. Der Wacholder ist dort die landschaftsprägende Pflanze.

Seit über 35 Jahren werden an der Oberahr Pflegemaßnahmen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes durchgeführt. Zentraler Bestandteil der ökologischen Bewirtschaftung ist hierbei seit nun schon über zweieinhalb Jahrzehnten die Schafbeweidung, die wesentlich zur Erhaltung des Gebietes beigetragen hat.

Eifeler Schafherde

Schafe im Lampertstal

Federführend in der Konzeption und Umsetzung dieses Projekts war Professor Dr. Wolfgang Schumacher. Der bekannte „Naturpapst der Eifel“ zog damals allerdings nicht persönlich mit einer Herde Schafe los, sondern holte seinerzeit Werner und Irene Kulling von Biberach in die Eifel, die nun im Auftrag der Unteren Landschaftsbehörde die Flächen rund um den Kalvarienberg in Alendorf mit ihren rund 1 000 Bentheimer Landschafen beweiden.

Einen wunderbaren Überblick über das Gebiet erhält man, wenn man auf dem Kalvarienberg in Alendorf steht und den Blick schweifen lässt.

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