Schnellschüsse in freier Natur

Eichhörnchen

„Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“. Von wem auch immer dieses bekannte Zitat nun ursprünglich stammen mag – es stimmt einfach.

Die beste Kamera ist heutzutage für viele das Smartphone, weil sie es eben immer dabei haben. Meine jüngsten Schnappschüsse entstanden allerdings mit der kleinen Kompakten, die ich häufig beim Wandern in einer Gürteltasche trage.

Nur: Wenn man das gute Stück erst aus der Tasche friemeln muss, weil gerade ein Eichhörnchen um die Ecke gebogen kommt und anscheinend bereit ist, sich ablichten zu lassen, dann kann schon mal Hektik aufkommen. Etwa eine halbe Minute hielt das Tierchen an den Baum gekrallt still, bevor es sich blitzartig aus dem Staub machte.

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Zudem stand ich knapp neun Meter von dem Baum entfernt. Mehr als 200 mm (KB) gibt meine Kleine im Telebereich nicht her, und noch näher ranzupirschen wagte ich mich nicht, um den Nager nicht zu verschrecken. Den digitalen Zoombereich der Kamera nutze ich nie, weil die Bilder dann meist Matsche sind.

Deshalb sind die beiden Fotos keine Meisterwerke, und allzuviel Nachbearbeitung ist ja meine Sache nicht. Ich bin dennoch froh, das ich sie machen konnte – allen Schärfe-Fetischisten zum Trotz!

Eichhörnchen

Eichhörnchen im Lampertstal

Ein Glückstreffer war auch das nächste Bild, bei dem ich schon wieder auf dem Rad saß, um heimwärts zu radeln. Etwa 30 Meter von der Straße entfernt am Saum des Waldes spielte sich eine lebensgefährliche Szene ab. Zumindest für Meister Lampe, einen ausgewachsenen Hasen, ging es gerade um Leben und Tod.

Ein Milan (Schwarzmilan?) stürzte sich aus luftiger Höhe auf ihn und versuchte ihn zu packen. Irgendwie gelang es dem Hasen, sich der Klauen zu erwehren. Außerdem nahm der Raubvogel plötzlich meine Anwesenheit wahr und ließ von dem Langohr ab.

Der Hase kam erst auf mich zugehoppelt. Bis dahin war es mir auch wieder gelungen, meine Kamera aus der Gürteltasche zu fingern. Das Tier schien sichtlich belämmert von der Attacke. Gut vier, fünf Meter vor mir drehte der Hase aber dann ab und verschwand im Unterholz des Kiefernwaldes.

Meister Lampe

Hase am Rand des Lampertstals

Auch hier hätte die Schärfe wieder besser sein können, aber was will man machen… Viel mehr ärgert mich der Umstand, dass ich den Angriff des Raubvogels nicht auf der Speicherkarte habe. Aber das ging so schnell, dass wohl selbst ein Lucky Luke nicht schnell genug hätte ziehen können.

2 Antworten auf „Schnellschüsse in freier Natur

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